Lt.Uni Eppendorf spielt Ernährung keine Rolle bei Migräne

Von Atkins bis zu den Ketariern

Lt.Uni Eppendorf spielt Ernährung keine Rolle bei Migräne

Beitragvon edelcat » Mittwoch 9. April 2008, 10:21

Ich habe gerade in einer älteren Zeitschrift in der Praxis gelesen von der Uni Eppendorf gelesen:
"Die Ernährung spielt nach neuesten Erkenntnissen keine Rolle bei Migräne, also braucht man auch keine Diät zu halten" Zitat lt. Dr. Bingel.

Was haltet ihr von dieser Aussage?

Edeltraud
edelcat
 

Einschätzung?

Beitragvon Siggi99330 » Mittwoch 9. April 2008, 14:26

Auch medizinische Doktorgrade schützen vor Unwissen und Unvermögen nicht. LOL Man sollte auch wissen, wie solche Leute ihre Doktorgrade erwerben: in der Regel durch austesten von neuen und alten Chemikalien an hilflosen Patienten. Dann wird eine Statistik dazu gemacht und als Doktorarbeit eingereicht. Pro Patient gibt es ca. 150-250 Euro, wenn er in eine Anwendungsbeobachtung einbezogen wird. Bei 7 Triptanen und unzähligen uralten (und meist wenig wirksamen!) NSAR-Versionen kann man sich vorstellen, wieviel Cash das gibt. Für die ketogene Diät gibt es gar nix außer mehr Arbeit.

Mfg Siggi

(der früher viele solcher Anwendungsbeobachtungen und Studien "gemanagt" hat)
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Beitragvon edelcat » Mittwoch 9. April 2008, 15:09

Ich bin jetzt zwar erst in der Anfangsphase, muß mich auch noch gedulden, bis und ob ich ein Nachlassen der Krämpfe und der Migräne spüre, dessen bin ich mir bewußt.

Aber ich weiß noch, als ich vor langer Zeit ziemlich wenig gegessen habe und in die Magersucht gerutscht bin, hatte ich mich fast ausschließlich von Joghurt und Gemüse ernährt, Brot und vor allen zuckerhaltiges waren tabu.
Es waren die zwei schönsten Jahren, was die Migräne betrifft. Nämlich absolut keine Anfälle. Erst als ich in der Klinik gezwungen war, wieder "richtig" zu essen, fingen die Anfälle auch wieder an.

Wenn da kein Zusammenhang besteht? Warum begreifen das die Ärzte eigentlich nicht? :shock:
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Beitragvon Redschnecke » Donnerstag 10. April 2008, 12:11

edelcat hat geschrieben:Wenn da kein Zusammenhang besteht? Warum begreifen das die Ärzte eigentlich nicht? :shock:


Weil in unseren Breiten die Ärzte an kranken Patienten verdienen und nicht an gesunden....
Wenn ein Arzt hinter dem Sarg seines Patienten hergeht, so folgt manchmal tatsächlich die Ursache der Wirkung. (R.Koch)
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Beitragvon johnny » Montag 14. April 2008, 13:30

Hallo Edeltraud,
das darf ja wohl nicht wahr sein. Da wird wahrscheinlich ein neues Migränemedikament in Kürze auf den Markt kommen.
Ich selbst bin das lebende Beispiel: seit ich sehr wenig KH esse, sind meine wirklichen, ganz schlimmen, Migräneanfälle Geschichte. So kleinere hab ich noch, aber die sind in einem halben Tag wieder vorbei und werden meist durch ein Glas Wein zu viel ausgelöst. Wenn ich also ernährungsmässig ganz brav bin, habe ich überhaupt keine Migräne mehr.
Liebe Grüsse - Johnny
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Re: Lt.Uni Eppendorf spielt Ernährung keine Rolle bei Migrän

Beitragvon samara » Mittwoch 4. Juli 2012, 01:43

das stimmt natürlich nicht. ich bin selbst ein migränemensch, und immer, wenn ich auf kohlenhydrate verzichte und mein gehirn wieder "ketolysefähig" wird, hört es auf, zu schmerzen. so schaut's aus!
samara
 

Re: Lt.Uni Eppendorf spielt Ernährung keine Rolle bei Migrän

Beitragvon Schnucki » Mittwoch 4. Juli 2012, 07:35

....Menschenskind,.....da hätte ich auch drauf kommen können :Oooooch:
Ich habe seit dem letzten Jahr ebenfalls nichts mehr gehabt was migräneähnlich wäre. Ich habe das mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht, weil ich früher immer einen Tag vor meiner Regel mit schwerer Migräne zu kämpfen hatte. Der Doc meinte damals, das es vom plötzlichen Abfallen des Hormonspiegels käme.
Aber ich bekam auch im Sommer wenn sich ein Hoch ankündigte arge Kopfweh. Das ist dieses Jahr alles Geschichte. :laola:
Schnucki
 

Re: Lt.Uni Eppendorf spielt Ernährung keine Rolle bei Migrän

Beitragvon johnny » Mittwoch 4. Juli 2012, 08:27

Ja, Schnucki, da sieht man's wieder: wir selbst sind zu uns doch die besten Ärzte! :zuwink:
Liebe Grüsse - Johnny
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Re: Lt.Uni Eppendorf spielt Ernährung keine Rolle bei Migrän

Beitragvon Schnucki » Mittwoch 4. Juli 2012, 08:53

johnny hat geschrieben:Ja, Schnucki, da sieht man's wieder: wir selbst sind zu uns doch die besten Ärzte! :zuwink:


....wie wahr, wie wahr.
Mich nervt es nur, das wenn man ohne Vorkenntnisse zum Doc geht nicht so richtig ernst genommen wird,....wenn doch, der Typ gleich den Macker raushängen lässt. Die hohe Kunst des schlauen Patienten besteht darin, dem Arzt sein eigenes Wissen oder Denkansätze so zu vermitteln, das er selbst das Gefühl hat ER wäre von ganz alleine darauf gekommen. Und dafür klopfen wir ihm dann auf die Schulter oder küssen in voller Demut seine Füße.
Ist eigentlich mal jemandem aufgefallen wie viele Frauen "rosa Pillchen" verschrieben bekommen?...weil sie ja alle etwas ruhig gestelltwerden müssen?
:rofl: :rofl: ...das würde sich bei mir kein Arzt wagen :pfeif:
Bei Männern sieht das ganz anders aus,....da wird auch schon mal ein OP-Team aus den USA bei eingerissener Nagelhaut eingeflogen.
Kein Wunder das bei DIESER Einstellung "echte Kerle" die wirklich mal ein Problem haben, lieber den Mund halten um nicht als Memme abgestempelt zu werden.
Wenn Frauen 437 Gramm zuviel haben, wird jede "Krankheit" damit begründet das man schließlich abnehmen sollte,...einen Mann mit einen dicken Bauch wird auf die Schulter geklopft mit dem Hinweis "Man muss sich ja auch mal was gönnen, gelle?" :Oooooch:
Schnucki
 

Re: Lt.Uni Eppendorf spielt Ernährung keine Rolle bei Migrän

Beitragvon Angee1609 » Mittwoch 4. Juli 2012, 10:07

Hallo :zuwink:

meine Migräneanfälle sind so gut wie weg!!! Und ich habe schon einen Medikamente-Entzug hinter mir, weil ich so viel dagegen geschluckt habe!!!! 2-3 starke Anfälle pro Woche waren gar nix :sad:
Aber wie gesagt..... fast komplett wech! :partyhaha:

Angee
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Re: Lt.Uni Eppendorf spielt Ernährung keine Rolle bei Migrän

Beitragvon Rocker-Tweety » Mittwoch 4. Juli 2012, 11:32

Ich bin auch so ne tolle Migräne Patientin. Ich wurde sogar Bewustlos bei meinen Anfällen. Ich hatte an 30 tagen 3 Tage an denen ich Schmerzfrei war. Kein normaler Arzt konnte mir helfen.
Also hab ich gegoogelt und hab dann einen Termin in einer Migräne und Kopfschmerz Klinik ausgemacht im Taunus.
Ich hab nen riesen Fragebogen ausfüllen müssen über meine Schmerzen. Dann gings zu Auswertung. EEG wurd keins gemacht.

Am Ende bin ich mit einem Rezept heim gegangen auf dem Almogran und Magnesium drauf stand.
Ich nehm 3x am Tag Magnesium zur Prophylaxe und bei dem ersten Piecksen im Kopf meine Almogran. Ich soll sofort wenn ich nen Schmerz verspüre, die abschießen.
Dann hab ich noch ne Liste bekommen, welche Lebensmittel ich meiden soll.
Dazu kam ich soll 4 Liter am Tag trinken.
Genauso soll ich Entspannungsübungen machen (Yoga, Thai Chi, Qui Gong oder autogenes Training), viel an die frische Luft und Ausdauersport.
Seit ich mich an das ganze Zeugs da halte hab ich so gut wie keinen Anfall mehr.

Meine Lebensqualität ist total gestiegen. Ich kann nur jedem empfehlen, geht in eine gescheide Migräne und Kopfschmerzklinik und lasst euch einstellen!!!!
Liebe Grüße Yvonne

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Re: Lt.Uni Eppendorf spielt Ernährung keine Rolle bei Migrän

Beitragvon Angee1609 » Mittwoch 4. Juli 2012, 12:11

Civatetea hat geschrieben:Ich bin auch so ne tolle Migräne Patientin. Ich wurde sogar Bewustlos bei meinen Anfällen. Ich hatte an 30 tagen 3 Tage an denen ich Schmerzfrei war. Kein normaler Arzt konnte mir helfen.
Also hab ich gegoogelt und hab dann einen Termin in einer Migräne und Kopfschmerz Klinik ausgemacht im Taunus.
Ich hab nen riesen Fragebogen ausfüllen müssen über meine Schmerzen. Dann gings zu Auswertung. EEG wurd keins gemacht.

Am Ende bin ich mit einem Rezept heim gegangen auf dem Almogran und Magnesium drauf stand.
Ich nehm 3x am Tag Magnesium zur Prophylaxe und bei dem ersten Piecksen im Kopf meine Almogran. Ich soll sofort wenn ich nen Schmerz verspüre, die abschießen.
Dann hab ich noch ne Liste bekommen, welche Lebensmittel ich meiden soll.
Dazu kam ich soll 4 Liter am Tag trinken.
Genauso soll ich Entspannungsübungen machen (Yoga, Thai Chi, Qui Gong oder autogenes Training), viel an die frische Luft und Ausdauersport.
Seit ich mich an das ganze Zeugs da halte hab ich so gut wie keinen Anfall mehr.

Meine Lebensqualität ist total gestiegen. Ich kann nur jedem empfehlen, geht in eine gescheide Migräne und Kopfschmerzklinik und lasst euch einstellen!!!!


Also, wenn die Schmerzen wieder kommen (was ich nicht hoffe!) dann mache ich das auf jeden Fall!!!! Danke für den Tip!

Angee
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