Jojo-Effekt? Wer hat das Problem?

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Jojo-Effekt? Wer hat das Problem?

Beitragvon Astrotante » Samstag 7. Mai 2016, 14:54

Hallo liebe Leute.

Ich habe ab Ende August 2013 mit der HCG-Kur begonnen und in Folge sehr erfolgreich abgenommen. Gestartet bin ich bei einer Größe von 1,67 m mit einem Gewicht von ca. 83 kg. Da hatte ich schon ein paar Kilo vorher auf "konventionelle" Art abgenommen und lag grundsätzlich schon deutlich unter meinem Jahre vorher erreichten Höchstgewicht... Wie auch immer - es klappte super und ich bin in der ersten Runde bis Oktober 2013 auf 73 Kg runter, habe nach einer Stabi-Phase Anfang November 2013 weitergemacht und bin bis auf 65,5 kg runtergekommen.
Bis Februar 2015 lag ich im Bereich 65-70 kg, habe für mein Empfinden das Gewicht also ganz gut halten können. Allerdings mit immer wieder neuen Kur-Phasen dazwischen. Insgesamt war ich mit dem Ergebnis soweit zufrieden. Allerdings hat mich die ständige Kontrolle, das Kalorienzählen und die Sorge vor einer erneuten Gewichtszunahme genervt.
Im März 2015 war ich dann zum zweiten Mal mit Bandscheibenvorfällen komplett aus der Bahn, dann kam die Kündigung, bis November 2015 war ich krank geschrieben und dann arbeitslos. Mit Ende 40....
In Sachen Essen - ich lebe seit mittlerweile 30 Jahren als Vegetarierin, vorzugsweise vollwertig. Leider bin ich Zuckersüchtig - das kann ich ausschließlich kontrollieren, mit konsequentem Total-Verzicht auf Industriezucker und Weißmehl. Seit ich mit der Kur begonnen hatte, fehlte mir zunehmend das Brot. Viele, die die Kur gemacht haben, sagen/schreiben ja, das würde ihnen nach einer Umstellungszeit nicht mehr fehlen. Das kann ich für mich nicht bestätigen. Ich liebe Brot, insgesamt Backwaren und Getreideprodukte und auch Kartoffeln. Habe dann experiemtiert mit 80/10/10, Green-Smoothies (super!!), High-Carb-Low-Fat.
Leider, leider.... - mittlerweile habe ich wieder einen traurigen Gewichtsrekord erreicht mit 81,7 kg :-(. Es schwankt seit Mitte 2015 auf und ab, Tendenz aufwärts. Immerwieder nehme ich Anlauf mit der Kur - und halte nicht durch. Das klappt mal nur 1-3 Tage oder auch 2-4 Wochen und dann kommt der nächste Absturz.

Gibt es hier Menschen, die ebenfalls frustrierende Erfahrungen gemacht haben oder bin ich da die einzige Niete :-(? Wenn ja - gibt es Tipps, wie man doch letztlich wieder "die Kurve" kriegen kann?
Und noch eine Frage: wie erwähnt, habe ich immer wieder Anlauf genommen - mit Einnahme von HCG - und dann unterbrochen. Da ich ja immer wieder einsteigen wollte, habe ich das HCG weitergenommen. Auch wenn ich dann Tageweise viel zu viel und gar nicht Kur-Konform gegessen habe. Zerstöre ich damit auf lange Sicht die Wirksamkeit des HCGs? Oder produziere sonst irgendwelche Probleme?

Vielen Dank schonmal für jegliche Rückmeldung.
Mit frustrierten Grüßen,
die Astrotante
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Re: Jojo-Effekt? Wer hat das Problem?

Beitragvon süßebine 1 » Mittwoch 11. Mai 2016, 13:51

Hallo Astrotante,
ich habe dein Problem gestern erst gelesen. Also erstens bist du nicht die einzige die wieder zugenommen hat, hier gibt es einige. Ich selbst habe auch 15 kg abgenommen vor ca 1,5 Jahren und 6 wieder zugenommen.
Mein erster Fehler war ich habe nach fast 70 Tagen Dak im Winter über die ganzen Feiertage eine Pause eingelegt,aber die HCG Globulis weiter genommen durchweg und dabei gelebt wie bei den Ladetagen. Das ist schlecht habe damals 2 kg zugenommen aber ausgesehen als ob ich alles wieder drauf hatte. Die Globulis solltest du wirklich nur zum laden und in der Strengen Phase nehmen, selbst in der Stabi sind sie nicht ohne Grund abgesetzt. Ich habe erfahren das wenn du normal ißt + Globuli das wie eine Mast in deinem Hypothalamus und deinem Körper ist. Die Globulis bewirken das wir das Altfett aufbrechen und bei wenig Kalorien keine Heishungerattacken haben. Sonst kann da nur durcheinander passieren und die Wirkung ist dann kontraproduktiv was du ja selbst bemerkt hast.
So lange bei dir etwas läuft, was dir negativen Stress bereitet wirst du nicht abnehmen oder irgend ein Konzept durchhalten können, diese Erfahrungen haben hier so ziemlich alle schon gemacht incl. meiner einer :pfeif: Ich hatte letztes Jahr mehrmals Dak angestzt und immer wieder unterbrochen oder nicht mehr abgenommen. Ich habe es dann gelassen und geguckt das ich nicht zuviel zulege weil ich viel Stress auf der Arbeit hatte und da ruft auch gerne die Schoko. Wir sind noch auf Steinzeit programmiert und wenn wir in stress geraten will der Körper uns schützen , es könnte ja eine Eiszeit kommen ect. Bitte guck das du den Stress erst in griff bekommst bevor du wieder einen Start versuchst der dich deprimiert. Noch einen Tipp wenn du wieder durchstartest und der Kopf frei ist, dann mach die ersten 3 Wochen streng inkl.wirklich guten NEMs nach den 3 Wochen kannst du auch mal Eiweißbrot backen und hier gibt es auch gute Kuchenrezepte, das mache ich auch so. Die ersten 3 Wochen sind für die Umstellung sehr wichtig deshalb da auch kein Dak Kuchen oder Eiweisbrot. Im übrigen muß ich dir sagen , habe ich auch nur noch so gebacken selbstg wenn ich nicht Dak gemacht habe, bei uns gibt es kein normales Brot mehr und wir lieben auch Kuchen und Brot. Alles Gute kannst dich ja mal melden :kuss: Lg süssebine
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Re: Jojo-Effekt? Wer hat das Problem?

Beitragvon Mamadick » Mittwoch 11. Mai 2016, 16:28

Hier, hier...ich auch. Hab 2012 mit Dak von glaube 83 auf 68 abgenommen. Das auch ganz gut gehalten, meist so zwischen 68 und 70. Dann kam 2013 mit längerer Auszeit wegen Halswirbelproblemen, die sich als Vorboten eines ausgewachsenen Burnouts zeigten. Es folgte längere Therapie mit diversen Medikamenten und eine Zunahme von 18 Kilo. :nene:

Du siehst...keiner ist gefeit davor. Ich gehe es jetzt wieder an, bewege mich wieder ausgiebiger und versuche Stress und Probleme nicht immer in mich reinzufressen. Das belastet...psychisch und physisch.

Viel Erfolg für dich und süßebiene hat Recht, mit Stress wird das nichts.
Liebe Grüße Anja


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Re: Jojo-Effekt? Wer hat das Problem?

Beitragvon Astrotante » Mittwoch 11. Mai 2016, 20:09

Hallo süssebine und Anja,
vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten.
Zu einzelnen Punkten:
- NEMs nehme ich seit Jahren durchgängig und hochwertig.
Angeblich soll diese Kur doch nicht nur quasi jedem glücken, sondern auch ohne Jojo-Effekt sein. So behauptet es jedenfalls die Literatur. Das stimmt ja dann demnach leider nicht - schade. Auch nicht mit konsequent fortgesetzter Einnahme der NEMs - ebenfalls angeblich ein Faktor, der den Jojo-Effekt verhindern soll.
- Auswirkung Kur-Unterbrechung mit Weitereinnahme der Globuli. Das, was Du beschreibst süssebine ist wirklich erschreckend. Das scheint mir leider auch hier so zu sein, wie Du es beschreibst: viel essen unter Einnahme der Globuli scheint so zu wirken, als ob alles sofort eingelagert wird. Unerfreulich. Selbstverständlich ist es ideal, die Kur konsequent mind. drei Wochen durchzuziehen und danach Stabi-Phase. Alles klar und logisch. Aber was tun, wenn es nicht glückt? Dann an einem Pausen-Tag lieber die Globuli weglassen und danach wieder weiternehmen?
Einen entscheidenden Vorteil der Globuli - neben dem bereits erlebten "Schmelz-Effekt" - finde ich, dass das Hungergefühl weitestgehend wegbleibt. Wenn ich sonst, um abzunehmen, weniger Kalorien zu mir nehme als ich verbrauche, erschwert der Hunger das Durchhalten. Logisch.
Bleibt natürlich die Frage, wenn kein Hunger, warum glückt das Durchhalten trotzdem nicht? Ist es Stress? Ich habe momentan eher zu wenig, als zu viel zu tun. Stress macht mir "höchstens" die unsichere Einkommenssituation.
Wie auch immer - emotional fahre ich seit Monaten Achterbahn. Klar gab es immer wieder die Gedanken, dass ich es momentan halt akzeptieren muss, so zugenommen zu haben und mein Lebensglück nicht vom Gewicht abhängig zu machen. Aber ich denke, viele hier können nachvollziehen, dass mir das schwerfällt... Vor der DAK hatte ich niemals damit gerechnet, jemals so schlank sein zu können. Das war super und ich würde das gerne dauerhaft beibehalten. Bzw. wieder erreichen. Aber selbst mit ein paar Kilo weniger - heute war ich immerhin bei 78,2 kg, das sind 3,5 kg runter - merke und sehe ich den Effekt nicht an mir :cry: . Und dann beginnt die Abwärtsspirale, die mit dem Gedanken endet - ist ohnehin alles egal und dann folgt Essen zum Trost. Danach bin ich natürlich auch nicht glücklicher, aber so ist die Schleife, die immerwieder läuft. Ich vermute mal, das ist ein Suchtverhalten? Ich nehme an, Menschen, die süchtig nach Alkohol oder Drogen sind, agieren ähnlich. Bei mir scheint es das Essen zu sein.
In diesem Sinne mag es stimmen, dass der Stress erst abgebaut werden muss - welcher auch immer.
Oje, bin ich eine Heulsuse.... - sorry. Ich kann verstehen, wenn niemand bis hier weiterliest. Das ist ja gruselig. Aber so ist mein momentaner "Zustand".
Bewegung habe ich in letzter Zeit übrigens auch wieder mehr - gehe täglich ca. 1-1,5 Stunden durch den Park und ansonsten tanzen.

Euch weiter viel Erfolg für die aktuellen DAK-Phasen. Mal sehen, wie lange ich dieses Mal durchhalte - heute ist immerhin Tag 6...

Lieben Gruß,
die Astrotante
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Re: Jojo-Effekt? Wer hat das Problem?

Beitragvon Astrotante » Freitag 13. Mai 2016, 21:09

So langsam beginne ich, das hier als Tagebuch - wenn auch nicht täglich - für mich zu entdecken...
Also die gute Nachricht ist: ich bin noch nicht wieder rückfällig geworden, heute ist der 8. Tag. Das empfinde ich in meiner momentan wie erwähnt emotional so wechselhaften Lebensphase schon als Erfolg.
Zwar phantasiere ich ständig davon, einen Tag auszusetzen und zu schlemmen. Ein Problem dabei sind Vorräte, die ich (leider...) noch habe mit Lebensmitteln, die nicht Kur-konform sind und auch sonst nicht wirklich "gut". Z.B. Süßigkeiten... - schäm... Und dann ist jetzt Rhabarber-Zeit - ich liebe Rhabarber. Esse ihn jetzt auch mit Quark - lecker. Aber da ist auch diese Phantasie von einem Rhabarber-Kuchen - hmmmmmmmmmmm, lecker. Naja, und so weiter. Da kommen dann die inneren Argumente: ist doch nur ein Tag... Meine Erfahrung ist zwar leider, dass es bei einem Tag dann nicht bleibt, aber ich rede mir ein, doch dieses Mal klappt das. Und dann ist das der letzte Unterbrechungs-Tag, ganz bestimmt! Dann halte ich durch, bis ich wenigstens die 21 Tage durch habe oder wenigstens bei max. 72 kg gelandet bin oder oder oder... Will sagen: die lockenden Stimmen in mir sind sehr aktiv. Aber - noch eine gute Nachricht: es taucht inzwischen auch eine andere Stimme auf die sagt: hey, momentan läuft es doch soweit ganz okay, warum willst Du das unterbrechen. Komm, mach weiter, noch eine Woche schaffst Du! Na, mal sehen.
Morgen werde ich auf jeden Fall durchhalten - da bin ich wild entschlossen und außerdem den ganzen Tag und abends verabredet. Wie es dann Sonntag und Montag wird? Let's take it one day at a time... Wer weiß, vielleicht hangel ich mich doch noch durch bis...?
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Re: Jojo-Effekt? Wer hat das Problem?

Beitragvon Lissy » Samstag 14. Mai 2016, 06:49

Hallo Atrotante

Auch von mir ein herzliches :welcome:

Ich habe in mehreren Artikeln und Büchern gelesen, das es bis zu einen Jahr dauern kann, dass das Gewicht stehen bleibt. Daher werde ich wohl viel Geduld aufbringen müssen und mich auf eine lange Stabilisierungsphase einrichten. :rofl: :rofl:

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei der Schmelze :thumright:

Lieben Gruß
Lissy
Restart 19.02.2018
112,0 kg
1. Monat = -3,6 kg
Lissy
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